« Schalke ist der geilste Club der Welt … | Home | Die gelbe Wand war wieder da »
11 Gründe, warum Kahn nicht Schalke-Manager werden sollte
Von admin | 23.März 2009
Seit es die ersten Meldungen über die Besetzung des Schalker Manager-Postens mit Oliver Kahn gibt, laufen auch die Diskussionen in den einschlägigen Blogs. Wie so oft sind die Meinungen geteilt - die einen hoffen, dass der Kelch an uns vorüber geht, wieder andere Kommentatoren könnten sich mit der Idee ganz gut anfreunden.
Hier die aus meiner Sicht wichtigsten Gründe, warum man es sich noch einmal überlegen sollte, den Bock zum Gärtner Kahn zum Manager zu machen:
- Kahn ist ein Manager-Lehrling – Früher gingen Lehrlinge auf dem Bau Bier und Brötchen holen, beides passt nicht in den Ernährungsplan von Bundesliga-Profis – selbst dann nicht, wenn sie derzeit so spielen, als hätten sie weder einen Ernährungs- noch sonst einen Plan.
- Der unbedingte Siegeswillen, der Kahn in seiner sportlichen Karriere unbestritten ausgezeichnet hat, ist nicht übertragbar vom seifigen Rasen auf das glatte Parkett der Führungsetage eines Bundesligisten.
- „Eier, wir brauchen Eier“ können ganz sicher nicht die richtige und vor allem alleinige Zutat sein, um einen Erfolgskuchen zu backen, das reicht allerhöchstens für Einheitsbrei.
- Der Verein kündigte in der Trainerfrage einen großen Namen mit Standing an und präsentierte Rutten, Kahn nach der Ankündigung eines großen, erfahrenen Managers würde die Glaubwürdigkeit offizieller Ankündigungen des Vereins gegen Null laufen lassen.
- Tönnies sollte sich mal auf sein Kerngeschäft besinnen. Würde er einen Hobby-Griller, der 10 Jahre erfolgreich seine Wurst und Steaks gebraten hat, auf den Manager-Sessel setzen? Also!
- Die Verantwortlichen müssen den Verein für den Fall, dass es mal nicht so läuft, vor Schlagzeilen wie „Die eigenen Fans bewerfen Manager mit Bananen“ schützen, die die nach Skandalen gierende Boulevard-Presse bereits in unzähligen Varianten vorbereitet hat.
- Ein Manager sollte unter anderem Führungs- und Kommunikationsqualitäten aufweisen. Kann man diese Fähigkeiten von jemandem erwarten, der – seine sportlich bedingten Motivationsgründe über alles stellend – auch mal Mit- und Gegenspieler beißt, tritt oder ordentlich schüttelt?
- Unqualifizierte auf Führungspositionen sind in der Politik an der Tagesordnung. Dort wird das aber mit einer Heerschar hoch qualifizierter Ministerialbeamten kaschiert, die sich Schalke nicht leisten kann.
- Tönnies meint: „Schalke ist ein geiler Club, da wollen viele hin!“ Richtig, und von den vielen sind mit Sicherheit eine ganze Menge besser und qualifizierter als Oliver Kahn.
- Wenn die Zeitung mit den großen Buchstaben einen Kandidaten kolportiert und dann einen Live-News-Ticker von den Verhandlungen bis aufs Klo präsentiert, dann ist entweder Angela Merkel zurückgetreten oder man kann sicher sein, dass die sich eine Menge Material für kommende Schlammschlachten davon versprechen. Das kann nicht im Sinne des Vereins sein.
- Kahn lässt durchblicken, dass er volle Entscheidungsfreiheit im sportlichen Bereich brauche und in diesem auch Leute mitbringen würde. Spontan fallen einem da Augenthaler, Matthäus oder Effenberg ein …
Topics: Allgemeines |



23.März 2009 at 17:24
Gut zusammengefasst! Auch ich stelle mir - trotz seiner unbestrittenen sportlichen Erfolge - die Frage, ob er mit seinen persönlichen Mucken und Macken der Richtige ist, gerade einen Verein wie Schalke nach innen und außen zu repräsentieren und zu führen!
Speziell für den Managerposten scheint er mir denkbar ungeeignet; die paar Alibi-Semester Betriebswirtschaft ohne Abschluss an der Fernuni Hagen Ende der 1980er Jahre sind dafür sicher keine ausreichende Basis!
23.März 2009 at 17:44
“4. Der Verein kündigte in der Trainerfrage einen großen Namen mit Standing an und präsentierte Rutten, Kahn nach der Ankündigung eines großen, erfahrenen Managers würde die Glaubwürdigkeit offizieller Ankündigungen des Vereins gegen Null laufen lassen.”
Die Glaubwürdigkeit tendiert bei mir jetzt schon gegen Null.
24.März 2009 at 10:10
[...] Trainer verpflichten und ihm einen guten und erfahrenen Manager an die Seite stellen, der nicht Kahn heisst. Dieses Team hätte dann die Möglichkeit, die kommende Saison so vorzubereiten, dass diese [...]